Thema: Windkraft

Windkraftprojekt “Avendorfer Heide”

in den Gemeinden Krukow, Juliusburg und Schnakenbek

Seit 2008 wird von Landwirten aus den drei Dörfern versucht einen Windpark südlich von Krukow zusammen mit Projektplanern auf die Beine zu stellen.
Anfänglich wurde eine Windeignungsfläche von rd. 220 ha zur Verfügung gestellt, auf der 18 Windräder gebaut werden sollten.
Die Landesregierung in Kiel mit der Staatskanzlei hat Ende 2016 eine neue Regionalplanung aufgestellt, auf die Gemeinden und Kreise keinen Einfluss mehr hatten.
Es wurden neue, komplizierte Kriterien definiert, die schlussendlich zu einer Windvorrangfläche von 68 ha führten.

Die Gemeinden und Kreise haben hierbei aber keinerlei Recht mehr zur Mitsprache gehabt. Heraus kam ein monströses Auswahlverfahren.
Nicht zuletzt deshalb haben wir uns als GUK für eine externe Beratung durch ein fachlich versiertes Ing.-Büro aus Lübeck eingesetzt, um eine fachlich saubere Stellungnahme zu bekommen. Bitte schauen Sie selbst:

ENTWURF DER TEILFORTSCHREIBUNG DES
LANDESENTWICKLUNGSPLANES (LEP) 2010 KAPITEL 3.5.2 SOWIE
ENTWURF DER TEILAUFSTELLUNG DES REGIONALPLANS DES PLANUNGSRAUMS III – OST (SACHTHEMA WINDENERGIE)
Stellungnahme der Gemeinde Krukow

Download PDF: Stellungnahme_Krukow_Entwurf_RP_Erläuterungen_2017-05-31

Nach allem, was wir aktuell wissen, können wir als GUK dem Bau eines Windparks aus heutiger Sicht nicht mehr ohne weiteres zustimmen. Auch wenn wir nicht gegen die Energiewende an sich sind, so können wir der bisherigen Windparkplanung nicht zustimmen.

Unsere Gründe finden sich kurz zusammengefasst in dem Bericht des Ing.-Büros auf den Seiten 44 ff unter 6.1.2 Stellungnahme der Gemeinde:

Naturschutz ( z.B. Schutz von Rotmilanen ), Denkmalschutz ( Lauenburger Altstadt ) und radikale Veränderung der charakteristischen Landschaft.

Diese Stellungnahme wurde von der Gemeindevertretung offiziell mit den Stimmen der GUK gegen die Stimme des Bürgermeisters Ohle so beschlossen. Die betroffenen Landwirte wurden nunmehr wegen Befangenheit ausgeschlossen.
Kurz zusammengefasst müssen wir, je nachdem, wie die neue Landesregierung aus Jamaika-Koalition 2018 entscheidet, die für uns richtigen Kriterien sicherstellen.
Daraus werden sich dann Themen wie Abstände der Windräder zu den Häusern und die Höhe derselben etc. ableiten lassen.
Schon die Bürgermeister des Amtes Lütau (einschließlich BM Ohle !!) hatten sich 2014 für eine 10H-Regelung ( Anlagenhöhe mal 10 = Mindestabstand ) eingesetzt.

Winderenergie: Resolution der Bürgermeister des Amtes Lütau vom 18. Februars 2016

Download PDF: Resolution Amt Lütau_Feb-Mrz 2016

Wir als GUK stimmen dieser Resolution ebenfalls ausdrücklich zu.

Daraus resultierend ist unser Ziel:

Natur und Wirtschaft im Einklang: Interessenausgleich beim geplanten Windkraftprojekt „Avendorfer Heide“

Wir setzen uns seit Jahren in und außerhalb der Gemeindevertretung für eine umweltverträgliche Lösung des geplanten Windpark „Avendorfer Heide“ ein. Dazu fordern wir die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung, um den Anwohnern und der Natur, hier insbesondere den Großvögeln, weiterhin eine friedvolle und lebenswerte Umgebung zu bieten. Wichtig sind hierbei ausreichende Abstände zwischen Windpark und Häusern und Wald.